Kein Geld für die Beerdigung – Hilfe der Gemeinde, Sozialbestattung in Polen und der Weg zum Antrag

Schwarz-Weiß-Foto: zwei sitzende Personen, eine umfasst die gefalteten Hände der anderen mit einem Spitzentaschentuch – Sozialbestattung und Beistand der Angehörigen

Einleitung

Wir verstehen, dass Sie gerade einen der schwersten Momente Ihres Lebens durchleben – und zur Trauer kommt noch die Sorge, ob das Geld für die Beerdigung reicht. Eines möchten wir gleich vorweg sagen: Nach polnischem Recht bleibt niemand unbestattet, und wer in dieser Lage um Hilfe bittet – beim Sozialhilfezentrum oder um eine Sozialbestattung durch die Gemeinde –, muss sich dafür nicht schämen.

Es gibt drei Wege: das Bestattungsgeld (zasiłek pogrzebowy) der Sozialversicherungsanstalt ZUS (Zakład Ubezpieczeń Społecznych) oder der Sozialversicherungskasse der Landwirte KRUS (Kasa Rolniczego Ubezpieczenia Społecznego) in Höhe von 7.000 zł, das sich seit dem 1. Januar 2026 direkt über das Bestattungsunternehmen (zakład pogrzebowy) abrechnen lässt, die zweckgebundene Beihilfe (zasiłek celowy) des Sozialhilfezentrums und die Bestattung durch die Gemeinde, wenn sich niemand aus dem Umfeld darum kümmert. Der wichtigste Rat: Bevor Sie einen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen unterschreiben, rufen Sie bitte beim Sozialhilfezentrum an.

Häufig fällt dann der Begriff „Sozialbestattung“ (pogrzeb socjalny). Ein Gesetzesbegriff ist das nicht. Die Vorschriften sprechen von der „Ausrichtung der Bestattung“ (sprawienie pogrzebu) durch die Gemeinde (gmina) – Art. 17 Abs. 1 Nr. 15 und Art. 44 des Sozialhilfegesetzes (ustawa o pomocy społecznej). Umgangssprachlich heißt so aber auch eine Beerdigung, die aus einer Leistung des Sozialhilfezentrums (ośrodek pomocy społecznej, OPS) bezahlt wird – in Städten ist das meist das MOPS, in Landgemeinden das GOPS.

Wir erklären, worin sich diese Hilfen unterscheiden, welche Unterlagen Sie brauchen, wer die Kosten am Ende trägt und was sich für Ausländer geändert hat. Der Ratgeber richtet sich an Familien ohne Ersparnisse, an Menschen, die den Abschied allein organisieren, und an alle, die seit Jahren keinen Kontakt zur verstorbenen Person hatten. Rechtsstand: 30. September 2026.

Die Erinnerung an einen geliebten Menschen hängt nicht davon ab, was die Beerdigung kostet – sie lässt sich auch auf einer digitalen Gedenkseite bewahren, auf der Familie und Freunde Fotos und Erinnerungen zusammentragen.

Kein Geld für die Beerdigung – drei Arten von Hilfe, die man nicht verwechseln sollte

Fehlt das Geld für die Beerdigung, gibt es Hilfe in drei Formen: das Bestattungsgeld von ZUS oder KRUS für die Person, die die Kosten trägt, die zweckgebundene Beihilfe, die das Sozialhilfezentrum per Bescheid gewährt, oder die Ausrichtung der Bestattung durch die Gemeinde, die die Beisetzung selbst organisiert. Jeder dieser Wege hat andere Voraussetzungen und andere Folgen für die Familie – die Tabelle stellt sie gegenüber.

Merkmal Bestattungsgeld (ZUS, KRUS) Zweckgebundene Beihilfe (OPS, MOPS, GOPS) Ausrichtung der Bestattung durch die Gemeinde
Art der Hilfe Geld aus der Sozialversicherung Geld aus der Sozialhilfe Sachleistung – die Gemeinde organisiert die Bestattung
Rechtsgrundlage Art. 77–81 des Gesetzes über Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrenten aus dem Sozialversicherungsfonds (ustawa o emeryturach i rentach z FUS); bei der KRUS – Gesetz über die Sozialversicherung der Landwirte Art. 39–41 des Sozialhilfegesetzes Art. 17 und 44 des Sozialhilfegesetzes; Art. 10 Abs. 3 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener (ustawa o cmentarzach i chowaniu zmarłych)
Voraussetzung die verstorbene Person war versichert, bezog eine Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente oder war Familienangehörige einer solchen Person Art. 39 – Einkommen innerhalb der Einkommensgrenze; Art. 40 Abs. 1a – kein Bestattungsgeld oder außergewöhnliche Kosten keine der berechtigten Personen hat die verstorbene Person bestattet
Höhe 7.000 zł: Ein Familienangehöriger erhält den vollen Betrag, andere die belegten Kosten, höchstens 7.000 zł legt das Zentrum fest; das Gesetz nennt keinen festen Betrag Bestattung in dem von der Gemeinde festgelegten Umfang
Wo Sie sich melden ZUS oder KRUS – direkt oder über das Bestattungsunternehmen das für den Wohnort der antragstellenden Person zuständige Zentrum Sozialhilfezentrum; verpflichtet ist die Gemeinde des Sterbeortes
Wer das Unternehmen wählt die Familie die Familie das Zentrum beauftragt ein von der Gemeinde ausgewähltes Unternehmen
Bescheid und Widerspruch in der Regel ohne Bescheid Verwaltungsbescheid; Widerspruch (odwołanie) beim kommunalen Berufungskollegium (samorządowe kolegium odwoławcze, SKO) innerhalb von 14 Tagen ohne Verwaltungsbescheid
Muss man zurückzahlen nein die reguläre – grundsätzlich nicht; die nach Art. 40 Abs. 1a – bei einer anderen Leistung nach dem Tod oder aus dem Nachlass die Gemeinde holt sich ihre Ausgaben aus dem Bestattungsgeld oder aus dem Nachlass zurück

Bestattung über das Bestattungsgeld – Abrechnung durch das Bestattungsunternehmen

Besteht nach dem Tod Anspruch auf Bestattungsgeld, kann der Antrag seit dem 1. Januar 2026 über das Bestattungsunternehmen gestellt werden, das die Beerdigung ausrichtet; die ZUS überweist das Bestattungsgeld dann ganz oder teilweise auf dessen Bankkonto (Art. 116 Abs. 3a und Art. 130 Abs. 2c des FUS-Rentengesetzes). Bei der KRUS lässt sich der Antrag auf dem Formular SR-26 ebenfalls über das Unternehmen einreichen. Bei Todesfällen ab dem 1. Januar 2026 erhält ein Familienangehöriger 7.000 zł unabhängig davon, was die Bestattung gekostet hat: Ein Überschuss kann auf sein Konto fließen, einen fehlenden Betrag zahlt die Familie zu.

Das Unternehmen muss einer solchen Abrechnung nicht zustimmen, fragen Sie deshalb vor der Unterschrift unter den Auftrag danach. Der Antrag ist innerhalb von 12 Monaten nach dem Todestag zu stellen; Einzelheiten beschreiben wir im Ratgeber Bestattungsgeld 2026 – 7.000 zł, Antrag Z-12 und Formalitäten.

Zweckgebundene Beihilfe für die Bestattung vom MOPS oder OPS im Jahr 2026 – wann Sie sie erhalten

Das Sozialhilfezentrum kann eine zweckgebundene Beihilfe für die Bestattung auf zwei Grundlagen gewähren. Die reguläre Beihilfe (Art. 39) hängt vom Einkommen ab: Die Grenze liegt bei 1.010 zł monatlich für Alleinstehende und 823 zł pro Person in einer Familie. Die neue Beihilfe (Art. 40 Abs. 1a), die seit dem 1. Januar 2026 gilt, ist einkommensunabhängig, muss aber in bestimmten Fällen zurückgezahlt werden. Den Betrag legt das Zentrum fest.

Ausdrücke wie „Bestattungsgeld vom MOPS“, „Beerdigung über das MOPS“ oder „Zuschuss zur Beerdigung“ (zapomoga na pogrzeb) sind eine verständliche Verkürzung – im Antrag an das Zentrum sollten Sie aber um eine zweckgebundene Beihilfe bitten. Bestattungsgeld zahlen ZUS und KRUS, bei verstorbenen Beamten der uniformierten Dienste und Berufssoldaten die jeweils zuständigen Stellen.

Reguläre zweckgebundene Beihilfe – einkommensabhängig (Art. 39)

Das Gesetz nennt die Deckung der Bestattungskosten ausdrücklich als einen der Zwecke der zweckgebundenen Beihilfe (Art. 39 Abs. 1–2 des Sozialhilfegesetzes). Die oben genannten Einkommensgrenzen gelten seit dem 1. Januar 2025 (Verordnung des Ministerrats, Dz.U. 2024 poz. 1044). Maßgeblich ist das Einkommen aus dem Monat vor der Antragstellung, nach Abzug von Steuer, Sozialbeiträgen und gezahltem Unterhalt (Art. 8 Abs. 3).

Der Gemeinderat (rada gminy) kann diese Grenzen per Beschluss anheben (Art. 8 Abs. 2) – fragen Sie im Zentrum danach. Liegt das Einkommen höher, kann das Zentrum in besonders begründeten Fällen eine nicht rückzahlbare besondere zweckgebundene Beihilfe bis zur Höhe der Einkommensgrenze gewähren oder eine Beihilfe unter der Bedingung der Rückzahlung (Art. 41).

Die Reihenfolge ist wichtig: In einem Verfahren entschied ein Verwaltungsgericht, dass die zweckgebundene Beihilfe nicht dazu dient, bereits getätigte Ausgaben auszugleichen (Urteil des Woiwodschaftsverwaltungsgerichts – WSA – in Gleiwitz (Gliwice) vom 31. August 2022, II SA/Gl 639/22, nach: infor.pl). Sicherer ist es, den Antrag zu stellen, bevor Sie die Bestattung bezahlen.

Neue zweckgebundene Beihilfe – einkommensunabhängig (Art. 40 Abs. 1a)

Seit dem 1. Januar 2026 kann das Zentrum einer Person, die die Bestattungskosten trägt, eine zweckgebundene Beihilfe „zur Deckung begründeter und belegter Bestattungskosten“ gewähren, wenn nach dem Tod kein Bestattungsgeld zusteht oder die Kosten „außergewöhnlich, schwer vorhersehbar und aus dem Bestattungsgeld nicht zu decken“ sind (Art. 40 Abs. 1a). Als Beispiel für solche Kosten nannte das Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik die Überführung eines Verstorbenen aus dem Ausland. Die Entscheidung liegt beim Zentrum – es handelt sich um eine Möglichkeit, nicht um eine garantierte Leistung. Das Gesetz legt weder einen Höchstbetrag noch eine Antragsfrist fest, und weil es auch eine Erklärung zulässt, mit der man sich zur Übernahme der Kosten verpflichtet, kann der Antrag schon vor der Zahlung gestellt werden.

Die Beihilfe ist ganz oder teilweise zurückzuzahlen, wenn die antragstellende Person später nach dem Tod eine Leistung einer anderen Institution oder Person erhält (außer dem Bestattungsgeld), und – falls sie erbt – aus dem Nachlass (masa spadkowa) (Art. 40 Abs. 1c). Wurde eine solche Leistung bereits ausgezahlt, wird die Beihilfe nicht gewährt (Art. 40 Abs. 1d). Ob damit etwa eine Versicherungsleistung gemeint ist, lässt das Gesetz offen – fragen Sie im Zentrum nach.

Unterlage (Art. 40 Abs. 1e) Worauf Sie achten sollten
Verkürzte Abschrift der Sterbeurkunde (odpis skrócony aktu zgonu) bei einem totgeborenen Kind – vollständige Abschrift der Geburtsurkunde mit dem Vermerk, dass das Kind tot geboren wurde, oder eine Bescheinigung des Arztes bzw. der Hebamme
Nachweis der Bestattungskosten liegen die Originalrechnungen bei der Bank oder bei der ZUS – von der Bank beglaubigte Kopien
Erklärung über die Übernahme der Kosten oder über die Verpflichtung zu ihrer Übernahme unter Strafandrohung, mit der Klausel „Jestem świadomy odpowiedzialności karnej za złożenie fałszywego oświadczenia.“ („Mir ist die strafrechtliche Verantwortung für die Abgabe einer falschen Erklärung bewusst.“)
Erklärung, dass nach dem Tod keine Leistung einer anderen Institution oder Person ausgezahlt wurde und die verstorbene Person keine Mittel für die erhöhten Bestattungskosten hatte ebenfalls unter Strafandrohung
Verpflichtung zur teilweisen oder vollständigen Rückzahlung der Beihilfe für den Fall einer anderen Leistung nach dem Tod oder einer Erbschaft
Bankkontonummer wenn die Beihilfe auf ein Konto überwiesen werden soll

Bei der regulären Beihilfe nach Art. 39 verlangt das Zentrum zusätzlich Einkommensnachweise. Vor der Entscheidung führt eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter eine Sozialerhebung in der Familie durch (rodzinny wywiad środowiskowy, Art. 106 Abs. 4) – auch dann, wenn ein Ausländer um Hilfe bittet, einschließlich Personen mit vorübergehendem Schutz; eine Ausnahme sieht das Gesetz nur für Opfer von Menschenhandel vor (Art. 5a).

Sozialbestattung – wann die Gemeinde die Bestattung ausrichtet und was sie umfasst

Die Sozialbestattung im engeren Sinn ist eine Beisetzung, die die Gemeinde des Sterbeortes organisiert, wenn keine der berechtigten Personen die verstorbene Person bestattet hat. Sie erfolgt „auf die von der Gemeinde festgelegte Weise, entsprechend dem Bekenntnis des Verstorbenen“ (Art. 44 des Sozialhilfegesetzes): Das Sozialhilfezentrum beauftragt damit ein Bestattungsunternehmen, den Leistungsumfang regelt meist ein Beschluss des Gemeinderats.

Wann die Gemeinde selbst bestattet

Grundlage ist Art. 10 Abs. 3 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener; das Sozialhilfegesetz zählt die Ausrichtung der Bestattung, „auch für Obdachlose“, zu den pflichtigen Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde (Art. 17 Abs. 1 Nr. 15). Dafür ist kein Verwaltungsbescheid nötig (Art. 106 Abs. 2), und die Hilfe kann von Amts wegen geleistet werden (Art. 102 Abs. 2).

In der Praxis betonen Sozialhilfezentren und Verwaltungsgerichte, dass finanzielle Schwierigkeiten der Familie allein die Organisation der Bestattung nicht auf die Gemeinde übertragen – die Familie kann dann eine zweckgebundene Beihilfe beantragen (so u. a. das WSA in Breslau (Wrocław) im Urteil vom 19. Juni 2024, IV SA/Wr 653/23, nach: infor.pl). Wenn niemand aus dem Umfeld die Bestattung organisieren will, sagen Sie das im Zentrum offen und fragen Sie nach dem Termin der Beisetzung, damit Sie daran teilnehmen können.

Was eine Bestattung auf Kosten der Gemeinde umfasst – zwei Beispiele

Ein landesweites Muster oder eine Preisliste gibt es nicht – jede Gemeinde legt selbst fest, wie sie Bestattungen ausrichtet (Art. 44 des Sozialhilfegesetzes). Hier die Regeln zweier Gemeinden.

Leistung Glatz (Kłodzko), Beschluss vom 27. März 2025 Sucha Beskidzka, Beschluss vom 30. August 2024
Formalitäten und Überführungen Formalitäten bei Behörden und bei der Friedhofsverwaltung, alle notwendigen Überführungen ebenso
Kühlraum ja, einschließlich Prosektur ja
Sarg oder Urne, Kleidung Holzsarg oder Urne, Kleidung und Schuhe, hygienische Versorgung des Leichnams Holzsarg oder Urne, Kleidung und Schuhe
Grabstelle und Beisetzung Grabstelle auf einem Friedhof in der Gemeinde einschließlich Friedhofsunterhaltungsgebühr, Ausheben und Zuschütten des Grabes Zuweisung einer Grabstelle auf einem Friedhof in der Gemeinde, Beisetzung
Kennzeichnung des Grabes Grabtafel Grabtafel
Form der Beisetzung Einäscherung, sofern weder das Bekenntnis noch der Wille des Verstorbenen dagegen sprechen ebenso
Ritus entsprechend dem Bekenntnis; weltlich, wenn sich das Bekenntnis nicht feststellen lässt entsprechend dem Bekenntnis; römisch-katholisch, wenn sich das Bekenntnis nicht feststellen lässt; weltlich, wenn sich der Verstorbene als nicht gläubig bezeichnet hat

Keiner der beiden Beschlüsse sieht ein Trauermahl (stypa), Blumen, Traueranzeigen oder einen Grabstein vor, und in beiden Gemeinden wählt das Zentrum das Bestattungsunternehmen aus. In Ihrer Gemeinde kann der Umfang anders aussehen – die Einzelheiten finden Sie im Beschluss des Gemeinderats, oder Sie fragen im Zentrum nach.

Schlicht, aber würdevoll

Eine schlichte Bestattung ist nicht weniger würdevoll. Organisiert die Familie den Abschied selbst, gehört die Direktkremation zu den günstigsten Formen – ohne Zeremonie, die Urne wird der Familie übergeben –, und eine Feier lässt sich später gestalten, auch als weltliche Trauerfeier, die eine gleichwertige Wahl ist. Richtpreise stellen wir in der Preisübersicht für Bestattungen 2026 zusammen.

Was Sie heute tun können, wenn das Geld für die Beerdigung fehlt – Schritt für Schritt

Wenden Sie sich zuerst an das Sozialhilfezentrum – noch bevor Sie einen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen unterschreiben. Klären Sie danach die zuständige Gemeinde, fragen Sie das Bestattungsunternehmen nach der Abrechnung des Bestattungsgeldes, stellen Sie die Unterlagen zusammen und vereinbaren Sie die Sozialerhebung. Für die Beisetzung selbst setzt das Gesetz keine endgültige Frist, es bleibt also Zeit für das Gespräch mit dem Zentrum.

1. Vor der Unterschrift unter einen Vertrag das Sozialhilfezentrum kontaktieren. Rufen Sie im Zentrum an oder gehen Sie persönlich hin und sagen Sie gleich zu Beginn, dass es um eine Bestattung geht und die Sache eilt. Dort lässt sich klären, ob eine zweckgebundene Beihilfe oder eine Bestattung durch die Gemeinde in Frage kommt; die reguläre zweckgebundene Beihilfe beantragen Sie am besten, bevor Sie die Bestattung bezahlen.

2. Die zuständige Gemeinde und die Art der Hilfe klären. Die zweckgebundene Beihilfe beantragen Sie beim Zentrum Ihres Wohnortes, in dringenden Fällen bei dem Ihres Aufenthaltsortes. Eine Bestattung, die niemand aus dem Umfeld organisiert, richtet die Gemeinde des Sterbeortes aus; im Zweifel rufen Sie am besten bei beiden Zentren an.

3. Das Bestattungsunternehmen nach der Abrechnung des Bestattungsgeldes mit ZUS oder KRUS fragen. Besteht nach dem Tod Anspruch auf Bestattungsgeld, kann der Antrag über das Bestattungsunternehmen gestellt werden, das die Beerdigung ausrichtet, und das Bestattungsgeld kann direkt auf dessen Konto fließen. Das Unternehmen muss dem nicht zustimmen, deshalb sollte das vor der Unterschrift unter den Auftrag geklärt sein.

4. Die Unterlagen zusammenstellen. Bereitlegen sollten Sie die verkürzte Abschrift der Sterbeurkunde, den Kostenvoranschlag oder die Rechnung des Bestattungsunternehmens, Einkommensnachweise aus dem Monat vor der Antragstellung und Ihre Kontonummer, bei der einkommensunabhängigen Beihilfe außerdem die Erklärungen nach Art. 40 Abs. 1e des Sozialhilfegesetzes. Den Antrag können Sie schriftlich, mündlich zu Protokoll oder elektronisch an die Zustelladresse der Behörde (adres do doręczeń elektronicznych) stellen.

5. Einen Termin für die Sozialerhebung vereinbaren. Die Sozialarbeiterin oder der Sozialarbeiter führt die Erhebung innerhalb von 14 Arbeitstagen durch, in dringenden Fällen spätestens innerhalb von 2 Arbeitstagen. Wer die Erhebung verweigert oder keine Erklärung über Einkommen und Vermögen abgibt, gibt dem Zentrum einen Grund, die Leistung abzulehnen.

6. Den Bescheid entgegennehmen und bei Bedarf Widerspruch einlegen. Über die zweckgebundene Beihilfe entscheidet das Zentrum per Bescheid, grundsätzlich innerhalb eines Monats. Der Widerspruch an das kommunale Berufungskollegium wird innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Bescheids über das Zentrum eingelegt. Die Ausrichtung der Bestattung erfordert keinen Bescheid – bei einer Ablehnung bitten Sie am besten um eine schriftliche Antwort.

Wie viel Zeit bleibt? Eine Beisetzung ist frühestens 24 Stunden nach dem Tod möglich, und abgesehen von bestimmten Infektionskrankheiten legt das Gesetz keine endgültige Frist fest. Ist jemand zu Hause gestorben, sollte der Leichnam spätestens 72 Stunden nach dem Tod aus der Wohnung gebracht werden – zur Beisetzung oder zur Aufbewahrung in einem Aufbewahrungsraum eines Bestattungsunternehmens (dom przedpogrzebowy) oder in einer Leichenhalle (kostnica) (Art. 9 Abs. 2 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener). Eine Genehmigung der Staatsanwaltschaft zur Bestattung ist nur nötig, wenn der begründete Verdacht besteht, dass der Tod durch eine Straftat verursacht wurde (Art. 11 Abs. 9). Für die ersten 72 Stunden der Aufbewahrung berechnet das Krankenhaus keine Gebühren, danach kann es welche erheben (Art. 28 des Gesetzes über die medizinische Tätigkeit); auch Bestattungsunternehmen berechnen jeden Tag im Kühlraum, fragen Sie deshalb gleich nach dem Satz.

Wussten Sie schon? Wenn die Formalitäten hinter Ihnen liegen, legen manche Familien in Ruhe eine digitale Gedenkseite auf Kinmory an – einen stillen Ort für Fotos und Erinnerungen, zu dem die Angehörigen von überall auf der Welt zurückkehren können.

Wer die Beerdigung am Ende bezahlt und ob die Familie bestatten muss

Die Familie hat das Recht, aber keine gesetzliche Pflicht, die verstorbene Person zu bestatten. Wer zahlt die Beerdigung, wenn die Gemeinde sie ausgerichtet hat? Die Gemeinde holt sich ihre Ausgaben aus dem Bestattungsgeld zurück und, wenn keines zusteht, aus dem Nachlass. Die zweckgebundene Beihilfe nach Art. 40 Abs. 1a kann zurückzuzahlen sein. Hatte die verstorbene Person Ersparnisse bei einer Bank, erstattet die Bank daraus die Bestattungskosten der Person, die sie getragen hat.

Bestattungsrecht – ein Recht, keine Pflicht

Auf die Frage, wer verpflichtet ist, einen Verstorbenen zu bestatten, antwortet das Gesetz anders, als viele erwarten. Das Bestattungsrecht (prawo pochowania) hat die nächste Familie: der Ehegatte, Verwandte in absteigender und aufsteigender Linie (Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern), Verwandte in der Seitenlinie bis zum vierten Grad sowie Verschwägerte in gerader Linie ersten Grades, etwa die Schwiegereltern. Es steht außerdem jedem zu, der sich freiwillig dazu verpflichtet (Art. 10 Abs. 1 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener). Eine gesetzliche Bestattungspflicht hat dagegen die Gemeinde.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Kontakt zur verstorbenen Person abgebrochen war. Bestattet keine der berechtigten Personen den Verstorbenen, kann der Leichnam einer medizinischen Hochschule übergeben werden – ausschließlich durch Entscheidung des Landrats (starosta) auf Antrag der Hochschule (Art. 10 Abs. 2) –, andernfalls bestattet ihn die Gemeinde des Sterbeortes (Art. 10 Abs. 3). Wer auf die Organisation der Bestattung verzichtet, ist die Frage der Kosten damit allerdings noch nicht los.

Erstattung der Ausgaben der Gemeinde: zuerst das Bestattungsgeld, dann der Nachlass

Besteht nach dem Tod Anspruch auf Bestattungsgeld, beantragt die Gemeinde es selbst bei ZUS oder KRUS und erhält die belegten Kosten erstattet, höchstens 7.000 zł (Art. 78 Abs. 2 und Art. 79 Abs. 1 des FUS-Rentengesetzes). Die Familie erhält für diese Bestattung dann kein Bestattungsgeld; hat sie einen Teil der Kosten getragen, wird das Bestattungsgeld anteilig aufgeteilt (Art. 78 Abs. 3). Besteht kein Anspruch auf Bestattungsgeld, unterliegen die Ausgaben der Gemeinde laut Gesetz „der Erstattung aus dem Nachlass“ (Art. 96 Abs. 3 des Sozialhilfegesetzes). Der Woiwode von Masowien stellte in einer aufsichtsrechtlichen Entscheidung vom 22. Mai 2026 fest, dass diese Vorschrift die Erstattung dieser Ausgaben abschließend regelt – ein Gemeinderat darf in einem Beschluss also keine anderen Regeln für ihre Erstattung festlegen.

Die Bestattungskosten gehören zu den Nachlassverbindlichkeiten (Art. 922 § 3 des Zivilgesetzbuchs, Kodeks cywilny). Ein Erbe, der innerhalb von sechs Monaten, nachdem er von seiner Berufung zum Erben erfahren hat, keine Erklärung abgibt, nimmt die Erbschaft jedoch mit Vorbehalt der Inventarerrichtung an (przyjęcie spadku z dobrodziejstwem inwentarza) und haftet für die Schulden nur bis zum Wert des Nachlasses; die Erbschaft kann auch ausgeschlagen werden (Art. 1015 und Art. 1031 § 2). Mehr dazu lesen Sie im Artikel Erbschaft nach dem Tod eines Angehörigen – Formalitäten.

In besonders begründeten Fällen kann das Zentrum auf Antrag auf die Rückforderung verzichten, die Zahlungsfrist aufschieben oder die Forderung in Raten aufteilen (Art. 104 Abs. 4 des Sozialhilfegesetzes). Ist eine andere Person für den Tod verantwortlich – etwa der Verursacher eines Verkehrsunfalls –, muss sie die Bestattungskosten demjenigen erstatten, der sie getragen hat (Art. 446 § 1 des Zivilgesetzbuchs); in der Praxis übernimmt das oft ihre Versicherung.

Erstattung der Bestattungskosten vom Konto der verstorbenen Person

Hatte die verstorbene Person ein Sparkonto, ein Girokonto (rachunek oszczędnościowo-rozliczeniowy) oder eine Festgeldanlage, muss die Bank aus diesen Mitteln der Person, die die Rechnungen vorlegt, den für die Bestattung aufgewendeten Betrag auszahlen – jedoch nicht mehr, als eine Bestattung „nach den im jeweiligen Umfeld üblichen Gepflogenheiten“ kostet (Art. 55 Abs. 1 Nr. 1 des Bankgesetzes, Prawo bankowe). Dieser Betrag fällt nicht in den Nachlass (Art. 55 Abs. 2), Sie müssen also nicht auf den Abschluss der Erbschaftsangelegenheiten warten. Es handelt sich allerdings um eine Erstattung, nicht um einen Vorschuss – nach den erforderlichen Unterlagen fragen Sie am besten bei der Bank.

Besondere Situationen: Tod außerhalb des Wohnortes, alleinstehende Menschen, Ausländer

Ist der Tod außerhalb des Wohnortes eingetreten, richtet die Gemeinde des Sterbeortes die Bestattung aus, wenn die Angehörigen sie nicht organisieren; die zweckgebundene Beihilfe beantragen Sie in der Regel beim Zentrum Ihres Wohnortes (Art. 101 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes). Bestattet weder die Familie noch der Bekanntenkreis einen alleinstehenden Menschen, übernimmt das die Gemeinde des Sterbeortes. Beim Bestattungsgeld zählt die Versicherung der verstorbenen Person, nicht die Staatsangehörigkeit; der Umfang der Sozialhilfe für Ausländer hängt dagegen vom Aufenthaltstitel ab.

Tod an einem anderen Ort oder im Ausland

Bei einem Tod an einem anderen Ort rufen Sie am besten bei den Zentren an beiden Orten an, denn die Praxis ist unterschiedlich. Ist ein Angehöriger im Ausland gestorben, braucht die Überführung nach Polen eine Genehmigung des für den Bestattungsort zuständigen Landrats und eine Bescheinigung des polnischen Konsuls, die spätestens innerhalb von 3 Tagen nach Antragstellung ausgestellt werden (Art. 14 Abs. 4–5 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener); für die Überführungskosten lässt sich die Beihilfe nach Art. 40 Abs. 1a beantragen. Das Verfahren beschreiben wir im Artikel über die Überführung eines Verstorbenen aus dem Ausland.

Alleinstehende Menschen oder ohne Kontakt zur Familie

Hatte die verstorbene Person keine Angehörigen oder kümmert sich niemand von ihnen um die Beisetzung, richtet die Gemeinde des Sterbeortes die Bestattung aus. Auch ein Freund oder eine Nachbarin kann sie übernehmen; besteht nach dem Tod Anspruch auf Bestattungsgeld, erstatten ZUS oder KRUS dieser Person die belegten Kosten, höchstens 7.000 zł (Art. 79 Abs. 1 des FUS-Rentengesetzes).

Ausländer, einschließlich ukrainischer Staatsangehöriger

Nach den Vorschriften hängt das Bestattungsgeld nicht von der Staatsangehörigkeit ab – maßgeblich ist, ob die verstorbene Person versichert war oder eine Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bezog (Art. 77 des FUS-Rentengesetzes), auch wenn sie ukrainische Staatsangehörige war. Eine Sondervorschrift des Gesetzes über die Hilfe für ukrainische Staatsangehörige, die ihnen die Antragsfrist verlängerte, wurde mit Wirkung vom 5. März 2026 aufgehoben (Dz.U. 2026 poz. 203); daher gilt die allgemeine Frist von 12 Monaten. Die Seite der ZUS zum Bestattungsgeld beschreibt noch die aufgehobene Vorschrift (Stand: 30. September 2026); bei einem Todesfall vor dem 5. März 2026 lassen Sie sich die Regeln am besten von der ZUS bestätigen.

Volle Ansprüche auf Sozialhilfe haben unter anderem Ausländer mit einer Genehmigung zum Daueraufenthalt oder zum Aufenthalt als langfristig Aufenthaltsberechtigte in der EU, mit Flüchtlingsstatus oder subsidiärem Schutz sowie Staatsangehörige der EU- und EFTA-Staaten mit Aufenthaltsrecht (Art. 5 des Sozialhilfegesetzes). Seit dem 5. März 2026 können Personen mit vorübergehendem Schutz (ochrona czasowa) – darunter viele ukrainische Staatsangehörige – Obdach, eine Mahlzeit, notwendige Kleidung und eine zweckgebundene Beihilfe erhalten (Art. 5 Nr. 2 Buchst. b), und zwar beim Zentrum ihres Aufenthaltsortes (Art. 101 Abs. 3). Gleichzeitig sind die besonderen Sozialhilferegeln für ukrainische Staatsangehörige entfallen (aufgehobener Art. 29 des Gesetzes über die Hilfe für ukrainische Staatsangehörige).

Personen mit vorübergehendem Schutz können auch die Beihilfe nach Art. 40 Abs. 1a beantragen: Das Gesetz gewährt ihnen die zweckgebundene Beihilfe (Art. 5 Nr. 2 Buchst. b), und das Zentrum ihres Aufenthaltsortes kann Leistungen nach Art. 37–42 gewähren (Art. 101 Abs. 4). Wie bei jeder zweckgebundenen Beihilfe entscheidet jedoch das Zentrum – fragen Sie dort nach, auch mit anderen Aufenthaltstiteln. Die Bestattung durch die Gemeinde hängt nicht von der Staatsangehörigkeit ab.

Häufig gestellte Fragen

Was tun, wenn die Familie kein Geld für die Beerdigung hat?

Wenden Sie sich zuerst an das Sozialhilfezentrum, noch bevor Sie einen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen unterschreiben. Es gibt drei Wege: die Abrechnung des Bestattungsgeldes von ZUS oder KRUS direkt über das Bestattungsunternehmen (seit dem 1. Januar 2026, wenn die verstorbene Person versichert war, eine Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bezog oder Familienangehörige einer solchen Person war), die zweckgebundene Beihilfe des Zentrums oder die Bestattung durch die Gemeinde, wenn niemand aus dem Umfeld sie organisiert.

Wann übernimmt die Gemeinde die Bestattungskosten?

Die Gemeinde organisiert und bezahlt die Bestattung, wenn keine der berechtigten Personen die verstorbene Person bestattet hat – verpflichtet ist die Gemeinde des Sterbeortes (Art. 10 Abs. 3 des Gesetzes über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener). Ihre Ausgaben holt sie sich aus dem Bestattungsgeld zurück und, wenn keines zusteht, aus dem Nachlass (Art. 96 Abs. 3 des Sozialhilfegesetzes). Einer Familie, die die Bestattung selbst organisieren möchte, kann das Sozialhilfezentrum eine zweckgebundene Beihilfe gewähren.

Wie sieht eine Sozialbestattung in Polen aus?

Eine Sozialbestattung ist eine Beisetzung, die die Gemeinde entsprechend dem Bekenntnis des Verstorbenen und auf die von ihr festgelegte Weise ausrichtet; das Sozialhilfezentrum beauftragt damit ein Bestattungsunternehmen. In Glatz (Kłodzko) und Sucha Beskidzka umfasst sie unter anderem Formalitäten, Überführung, Kühlraum, Sarg oder Urne, eine Grabstelle auf einem Friedhof in der Gemeinde, die Beisetzung, eine Grabtafel sowie eine religiöse oder weltliche Zeremonie; eingeäschert wird, sofern weder das Bekenntnis noch der Wille des Verstorbenen dagegen sprechen. Trauermahl, Blumen oder Grabstein sehen diese Beschlüsse nicht vor.

Muss ein Kind seine Eltern bestatten?

Die Vorschriften legen Kindern keine solche Pflicht auf. Das Gesetz über Friedhöfe und die Bestattung Verstorbener gibt der nächsten Familie das Bestattungsrecht (Art. 10 Abs. 1), die Bestattungspflicht legt es der Gemeinde des Sterbeortes auf – wenn sich niemand aus dem Umfeld darum kümmert. Die Gemeinde holt sich ihre Ausgaben dann aus dem Bestattungsgeld oder aus dem Nachlass zurück. Ein Erbe, der die Erbschaft mit Vorbehalt der Inventarerrichtung angenommen hat, haftet für Nachlassverbindlichkeiten, einschließlich der Bestattungskosten, nur bis zum Wert des Nachlasses.

Wie hoch ist das Bestattungsgeld vom MOPS?

Das Sozialhilfezentrum zahlt kein Bestattungsgeld. Dieses gewähren ZUS und KRUS, 2026 in Höhe von 7.000 zł, bei verstorbenen Beamten der uniformierten Dienste und Berufssoldaten die jeweils zuständigen Stellen. MOPS, OPS oder GOPS können dagegen eine zweckgebundene Beihilfe für die Bestattung gewähren, deren Höhe das Gesetz nicht festlegt. Die reguläre Beihilfe hängt vom Einkommen ab: Seit dem 1. Januar 2025 liegt die Grenze bei 1.010 zł für Alleinstehende und 823 zł pro Person in einer Familie. Seit 2026 kann das Zentrum auch eine einkommensunabhängige Beihilfe gewähren.

Können ukrainische Staatsangehörige in Polen Hilfe für eine Bestattung erhalten?

Ja, wobei der Umfang von der Art der Hilfe abhängt. Das Bestattungsgeld von ZUS und KRUS hängt nicht von der Staatsangehörigkeit ab – maßgeblich sind Versicherung, Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente der verstorbenen Person, und der Antrag ist innerhalb von 12 Monaten nach dem Tod zu stellen. Seit dem 5. März 2026 können Personen mit vorübergehendem Schutz aus der Sozialhilfe unter anderem eine zweckgebundene Beihilfe erhalten, beim Zentrum ihres Aufenthaltsortes. Wenn niemand die verstorbene Person bestattet, übernimmt das die Gemeinde des Sterbeortes.

Zusammenfassung

  • Drei Wege: das Bestattungsgeld von ZUS oder KRUS (7.000 zł), die zweckgebundene Beihilfe des Sozialhilfezentrums und die Ausrichtung der Bestattung durch die Gemeinde, umgangssprachlich Sozialbestattung genannt.
  • Erster Schritt: ein Anruf beim Sozialhilfezentrum, bevor Sie einen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen unterschreiben.
  • Bestattung über das Bestattungsgeld: Seit dem 1. Januar 2026 kann das Bestattungsunternehmen das Bestattungsgeld direkt mit der ZUS abrechnen – sofern es damit einverstanden ist.
  • Zweckgebundene Beihilfe: Die reguläre hängt vom Einkommen ab (Grenze: 1.010 zł monatlich für Alleinstehende, 823 zł pro Person in einer Familie); die neue nach Art. 40 Abs. 1a ist einkommensunabhängig, kann aber zurückzuzahlen sein.
  • Recht, keine Pflicht: Machen die Angehörigen von ihrem Bestattungsrecht keinen Gebrauch, sorgt die Gemeinde des Sterbeortes für die Beisetzung und holt sich ihre Ausgaben aus dem Bestattungsgeld oder aus dem Nachlass zurück.
  • Vom Konto der verstorbenen Person erstattet die Bank die Bestattungskosten derjenigen Person, die die Rechnungen vorlegt.
  • Ausländer: Das Bestattungsgeld hängt von der Versicherung der verstorbenen Person ab; Personen mit vorübergehendem Schutz können seit dem 5. März 2026 u. a. eine zweckgebundene Beihilfe erhalten.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Die Informationen entsprechen dem Stand vom 30. September 2026. Der Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Rechtsberatung. Beträge und Regeln lassen Sie sich am besten beim Sozialhilfezentrum Ihrer Gemeinde, bei der ZUS oder bei der KRUS bestätigen.

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